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Die Geschichte der Lasik - wie das moderne
Augenlasern entstand

Die LASIK ist heute eines der bekanntesten Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten – aber wie ist diese Technik eigentlich entstanden?

LASIK ist kurz für "Laser in situ keratomileusis". Der Begriff „Keratomeleusis“ stammt aus dem Griechischen: „keratos“ bedeutet Hornhaut, „meleusis“ heißt so viel wie schnitzen oder formen. Genau das passiert bei einer LASIK – die Hornhaut wird so verändert, dass das Licht wieder präzise auf die Netzhaut trifft und scharfes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen möglich wird.

Je nach Art der Fehlsichtigkeit wird die Hornhaut unterschiedlich abgetragen:

  • Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) wird zentral Gewebe entfernt, um die Krümmung zu verringern.
  • Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) erfolgt der Abtrag eher am Rand, um die Hornhaut stärker zu krümmen.
  • Bei Stabsichtigkeit (Astigmatismus) wird die unregelmäßige Hornhautoberfläche ausgeglichen.

Erste Ansätze:
Schnitzen statt Lasern

Der Ursprung liegt in den 1940er-Jahren: Der kolumbianische Augenarzt José Barraquer entwickelte erste Methoden, bei denen Hornhautgewebe geschnitten, geformt und wieder eingesetzt wurde. Damals geschah das noch mit sehr feinen Messern und eingefrorenen Gewebestücken – aufwendig und risikobehaftet.

In den folgenden Jahrzehnten wurden diese Techniken weiterentwickelt: Mikrokeratome (präzise Schnittgeräte), Fixierringe und neue Verfahren machten die Behandlung kontrollierter und sicherer. Doch das eigentliche Problem blieb: Die Genauigkeit war begrenzt – bis der Laser kam.

Der Durchbruch:
Excimer-Laser

In den 1980er-Jahren stellten Forscher erstmals den Excimer-Laser vor. Dieser hochpräzise Laserstrahl konnte mikrometergenau Gewebe abtragen – ohne Hitze, ohne Schnittmesser. Plötzlich war es möglich, die Hornhaut exakt zu modellieren. Das refraktive Ergebnis – also die Wirkung auf die Sehschärfe – wurde deutlich zuverlässiger.

1991 schlug der griechische Augenarzt Pallikaris vor, die oberflächliche Hornhautschicht (den sogenannten „Flap“) nicht vollständig abzutrennen, sondern wie ein Scharnier (engl. „hinge“) umzuklappen. Diese Technik – heute bekannt als LASIK – machte die Behandlung sicherer, schneller und komfortabler.

Technologische Perfektion

Seit den 1990er-Jahren hat sich viel getan:

  • Excimer-Laser arbeiten heute mit höheren Frequenzen und kürzeren Behandlungszeiten.
  • Eye-Tracker erkennen Augenbewegungen in Echtzeit und passen die Laserpulse entsprechend an.
  • „Flying-spot“-Laser setzen winzige Laserpunkte genau dort, wo sie gebraucht werden – millimetergenau.
  • Wellenfront- und Topographie-gestützte Verfahren ermöglichen ein besonders verzerrungsfreies Sehen, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.


Ab etwa 2005 kam ein weiterer Meilenstein dazu: der Femtosekundenlaser. Damit kann der Flap berührungslos, präzise und individuell angepasst geschnitten werden – das klassische Mikrokeratom ist in modernen Kliniken kaum noch im Einsatz.

Fazit: Technik auf höchstem Niveau

Heute ist die LASIK ein etabliertes, hochpräzises Verfahren mit exzellenten Ergebnissen. Die Technik hat ein Niveau erreicht, das kaum noch zu übertreffen ist – die Genauigkeit der Laser ist heute oft höher als die Messgenauigkeit bei einem Optiker.

Seit über einem Jahrzehnt gilt: Wer sich für eine LASIK entscheidet, wählt eine sichere, ausgereifte Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten.

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