Bei Hornhautverkrümmung- torische Implantate

Hornhautverkrümmungen erzeugen optisch gesehen ein verzogenes Bild im Auge. Korrigiert werden kann dieses mit Hilfe von Brillengläsern, die ein sogenanntes Zylinderglas in sich bergen. Oder durch Kontaktlinsen deren Oberfläche ebenfalls unterschiedliche Krümmungsradien haben, so dass der Hornhautfehler kompensiert wird.

Bei Hornhautverkrümmung- torische Implantate

Ist die Brechkraft in 2 Hauptebenen der Hornhaut unterschiedlich spricht man von unterschiedlicher Hornhautkrümmung oder Astigmatismus. Hierbei werden auf dem Augenhintergrund 2 Brennebenen erzeugt, die ebenfalls senkrecht zueinander stehen. Der Kreis „kleinster Verwirrung“ dazwischen ergibt im Effekt ein verzogenes Bild. Im Brillenrezept wird dieser Fehler mit dem 2. Zahlenwert, der Zylinderkorrektur, beschrieben.

Optische Wirkung einer Hornhautverkrümmung, „Schiefer Astigmatismus“

Optische Wirkung einer Hornhautverkrümmung, „Schiefer Astigmatismus“

Eine andere Möglichkeit ist die operative Korrektur der Hornhautverkrümmung.
Bei einem operativen Linsenaustausch kann durch die Wahl einer genau berechneten torischen Kunstlinse der Fehler ebenfalls kompensiert werden, das Tragen einer Brille oder Kontaktlinse wird dann überflüssig.

Vor der Operation wird die Krümmungsachse auf der Hornhaut markiert
Vor der Operation wird die Krümmungsachse auf der Hornhaut markiert

Vor der Operation wird die Krümmungsachse auf der Hornhaut markiert

Nach Einbringen der torischen Kunstlinse in die Hinterkammer des Auges wird
die Zylinder- Achse so gedreht, dass die vorbestehende Hornhautverkrümmung exakt ausgeglichen wird. Die Krümmungsachse der Hornhaut und Zylinderachse der torischen Kunstlinse liegen genau senkrecht zueinander- der Gesamtfehler wird optisch kompensiert.

Monitorbild vom OP-Mikroskop mit Markierungsfolien
Monitorbild vom OP-Mikroskop mit Markierungsfolien

Monitorbild vom OP-Mikroskop mit Markierungsfolien


Kunstlinsenersatz bei Hornhautverkrümmung und Altersfehlsichtigkeit

Zeiss AT LISA tri 839MP- die erste trifokale Kunstlinse für ein verbessertes Sehen auch im intermediären Bereich

Die Zonen der 839MP bietet eine Nahaddition von +3,33 dpt für eine komfortable Leseentfernung und eine Intermediäraddition von +1,66 dpt. Die Sehkraft im mittleren Entfernungsbereich wird so deutlich verbessert (PC- Arbeit, TV), ohne die Nah- oder Fernsicht zu beeinträchtigen.

Die Lichtdurchlässigkeit ist auf durchschnittlich 85,7% gesteigert worden- Streulicht und unerwünschte Lichteffekte sind durch die Vermeidung von scharfen, eckigen Kanten in der diffraktiven Optik minimiert (Smooth Microphase Technology).
Anspruchsvolle Klienten verzeichnen beste Visusergebnisse in allen Entfernungsbereichen bei faßt vollständigem Erhalt der Kontrastempfindlichkeit.

Durch die asymmetrische Lichterverteilung von 50%, 20% und 30% zwischen Fern-, Intermediär- und Nahfokus wird mit der 839MP ein hohes Maß an Pupillenunabhängigkeit erzielt- damit ist bei verschiedenen Intensitäten der Umfeldhelligkeit ein gleich gutes Kontrastsehen möglich.

Zeiss AT LISA tri 839M
Zeiss AT LISA tri 839M
Zeiss AT LISA tri 839M - seitliche Ansicht
seitliche Ansicht
Zeiss AT LISA tri 839MP Defokus-Kurve
Zeiss AT LISA tri 839MP Defokus-Kurve

Lentis Mplus und Lentis Mplus-toric von Oculentis

Für die Korrektur der Altersfehlsichtigkeit im Alter von etwa 45 bis 60LJ.

Durch das bessere Pupillenspiel in diesem Alter ist bei besserer Tiefenschärfe ein ausreichendes Sehen in der Nähe (ca. 0,35m) und ein sehr gutes Sehen im Intermediär- und Fernbereich (0,5m bis unendlich) fasst ohne Kontrasteinschränkung oder Blendringen möglich. Das Sehen unter kritischen Lichtbedingungen profitiert hiervon- auch Berufskraftfahrern kann dieses Linsendesign empfohlen werden.