Bei Glaukom (Grüner Star)

Ab dem 45. Lj. wird vom BVA (Bundesverband der Augenärzte) die Teilnahme an einem Screening zum Ausschluss einer Glaukomerkrankung empfohlen- bei entsprechender familiärer Belastung auch früher.

Das Glaukom ist eine neuronale Erkrankung. Risikofaktoren sind Arteriosklerose, Alter, Diabetis mellitus, Bluthochdruck, zu niedrige Blutdruckwerte während des Schlafes, außerdem eine Augeninnendruckerhöhung. Glaukom kommt hierbei häufig auch bei Patienten mit normaler Augeninnendrucklage vor.

Schnell und sicher läßt sich mit dem OCT (Optisches Kohärenztomogramm) die individuelle Nervenfaserschichtdicke in verschiedenen Arealen mit Normwerten aus einem Datenpool vergleichen. Beispiele sind hier aufgeführt.

Bei normaler Datenlage ist eine Glaukomerkrankung unwahrscheinlich, aber in Grenzbereichen manchmal nicht auszuschliessen. Umgekehrt, bei auffälligen Werten, wird anhand des funduskopischen Bildes, der funktionellen Gesichtsfelddaten und anderer Parameter ihr Augenarzt interpretieren können, wie engmaschig kontrolliert oder eventuell therapiert werden sollte.

Die medikamentöse oder operative Therapie der Augeninnendruckwerte wird den Verlauf der Glaukomerkrankung in aller Regel positiv beeinflussen.

Posterior Pole Map: Bei dieser Darstellung wird die Gesamtdicke der Netzhaut in der Mitte und an den Abgängen von dem Sehnervkopf dargestellt. Sie vermittelt eine schnelle Übersicht (hier zwischen 300 und 360 uum = orange Färbung im Falschfarbenbild).

Vermisst in vielen Querschnitten die Nervenfaserschichtdicke am Papillenrand (rim) und vergleicht mit einem Altersnormkollektiv.

Nervenfaserschichtdicke, zirkulär in 3 Radien gemessen, verglichen mit dem Altersnormkollektiv.