Absehbare Trends, unsere Meinung:

Flex und Smile (Femtosekunden Lentikelextraktion, Small Inzision Extraction)

Etwa zeitgleich mit der verbesserten, wellenfrontoptimierten Exzimer-Lasik- Behandlung wurde 2007 die Femtolasertechnologie für das Herausschneiden eines Lentikels (diskusförmigen Gewebestückes) aus der Tiefe der Hornhaut aufgegriffen. Damit knüpfen Smile und Flex an das ursprünglich mechanische, mit Keratomen durchgeführte Verfahren aus den 1970èr Jahren an.

Vorteil: Es ist kostengünstiger durchzuführen, es wird nur ein Lasergerät benötigt im Gegensatz zur Femto- Lasik, bei dem Femto- und Excimerlaser die Gerätekosten praktisch verdoppeln. Auch das, eher theoretische, Verrutschen eines Flaps kann nicht vorkommen.

Nachteile: Die Ergebnisse sind ungenauer. Nach den jüngsten Ergebnissen wird eine qualitativ ausreichende Anzahl von Behandlungen nur in rund 80% der Fälle erreicht- im Gegensatz zur Femto- Lasik mit 95% (Zielgenauigkeit von +- 0.5dpt.). In den USA ist derzeit durch  die FDA (Food and Drug Administration, der strengen Aufsichtsbehörde für das Gesundheitswesen) nur die Behandlung einer einfachen Kurzsichtigkeit zulässig- für die Behandlung einer  Hornhautverkrümmung waren die Ergebnisse zu wenig reproduzierbar. Außerdem besteht das Problem, wie mit dem Gerät eine notwendige Nachbehandlung durchgeführt werden soll, Und: Das mikrometergenaue Konturshaven, wie bei der T- CAT, um oberflächliche Asymmetrien der Hornhaut zu korrigieren, ist nicht möglich- das Spektrum also eingeschränkt.

Derzeit bleibt die wellenfront- oder topographiegesteuerte Femto- Lasik das präziseste Laserverfahren weltweit.